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Übersicht

Psychologie

 

Ernährung

Gesundheit

Mobbing am Arbeitsplatz

 

 

Mobbing 1

 

 

Mobbing 4

 

 

Mobbing 6

 

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B
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ÜTIGUNGEN
HUNGEN
ELEIDIGUNGEN
WÜRDIGUGEN
KANEN
ACHSTELLUNGEN
RENZUNGEN

Immer mehr Menschen sehen sich Mobbing am Arbeitsplatz ausgesetzt, wobei der überwiegende Teil (81,3%) Frauen sind, während Männer deutlich seltener (18,7%) Opfer von Mobbing durch Kollegen und/oder Vorgesetzte sind.
Wundern kann ich mich darüber in mehr als nur einer Hinsicht nicht, aber darauf komme ich später zu sprechen.
Wundern muss ich mich allerdings darüber, dass gerade in Berufen, die mit sozialem Verhalten, mit Empathie zu tum haben, ein erhöhtes Risiko besteht,

wie die Untersuchung des Arbeits- & Organisationspsychologen Dieter Zapf von der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main  zeigt, der zufolge in den folgenden Branchen ein erhöhtes Risiko besteht:

- Gesundheitswesen und Soziales: 7-fach erhöhtes Risiko

- Erziehung und Unterricht: 3,5-fach erhöhtes Risiko

 

Aber schauen wir uns erst einmal an, welches die typischen Mobbing-Handlungen sind. Heinz Leymann gilt als einer der ersten und auch wichtigsten Forscher zum Thema Mobbing. Der gebürtige Niedersachse lebte einen großen Teil seines Lebens in Schweden, wo er auch einen Lehrstuhl für Arbeitswissenschaft an der Universität Umeå hatte. Bekannt wurde er durch seine Studien zum Mobbing, die heute als Fundament der modernen Mobbing-Forschung gelten.
Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang das sogenannte Leymann Inventory of Psychological Terror – ein Katalog, indem der Wissenschaftler insgesamt 45 Mobbing-Handlungen in fünf Kategorien gesammelt hat. Erstellt hat Leymann diesen Katalog nach vielen Interviews, die er über mehrere Jahre geführt hat.
Diese Liste gibt einen guten Überblick darüber, wie Mobbing in seinen unterschiedlichsten Formen aussehen kann.

Kategorien

 

Psychologie

Allgemeine Psychologie (2)

Beruf (2)

Emotionen (1)

Gesundheit (2)

Partnerschaft & Familie (1)

 

Ernährung

Gesundheit

 

1. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen

- Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeit ein, sich mitzuteilen
- Man wird ständig unterbrochen
- Kollegen schränken die Möglichkeit ein, sich zu äußern
- Anschreien oder lautes Schimpfen
- Ständige Kritik an der Arbeit
- Ständige Kritik am Privatleben
- Telefonterror
- Mündliche Drohungen
- Schriftliche Drohungen
- Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten
- Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne dass man etwas direkt ausspricht

 

2. Angriffe auf die sozialen Beziehungen

- Man spricht nicht mehr mit dem/der Betroffenen
- Man lässt sich nicht ansprechen
- Versetzung in einen Raum weitab von den Kollegen
- Den Arbeitskollegen wird verboten, den Betroffenen anzusprechen
- Man wird wie “Luft” behandelt

 

3. Angriffe auf das soziale Ansehen

 


Depression

Frau, traurig

- Hinter dem Rücken des Betroffenen wird schlecht über ihn gesprochen
- Man verbreitet Gerüchte
- Man macht die/den Betroffene/n lächerlich
- Man verdächtigt sie/ihn, psychisch krank zu sein
- Man will die/den Betroffene/n zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingen
- Man macht sich über dessen Behinderung lustig
- Man imitiert den Gang, die Stimme oder Gesten, um die/den Betroffene/n lächerlich zu machen
- Man greift die politische oder religiöse Einstellung an
- Man macht sich über das Privatleben lustig
- Man macht sich über die Nationalität lustig
- Man zwingt die/den Betroffene/n, Arbeiten auszuführen, die ihr/sein Selbstbewusstsein verletzen
- Man beurteilt den Arbeitseinsatz auf falsche und kränkende Weise
- Man stellt die Entscheidungen der/des Betroffenen in Frage
- Man wirft ihr/ihm obszöne Schimpfworte oder andere entwürdigende Ausdrücke nach
- Sexuelle Annäherungen oder verbale sexuelle Angebote

 

4. Angriffe auf die Qualität der Berufs- & Lebenssituation

Kategorien

 

Allgemeine Psychologie (2)

Beruf (2)

Emotionen (1)

Gesundheit (2)

Partnerschaft & Familie (1)

 

Ernährung

Gesundheit

- Man weist den Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu
- Man nimmt ihr/ihm jede Beschäftigung am Arbeitsplatz, so dass sie/er sich nicht einmal selbst Aufgaben iiiausdenken kann
- Man gibt ihr/ihm sinnlose Aufgaben
- Man gibt ihr/ihm Aufgaben weit unter seinem eigentlichen Können
- Man gibt ihr/ihm ständig neue Arbeitsaufgaben
- Man gibt ihr/ihm kränkende Arbeitsaufgaben
- Man gibt ihr/ihm Arbeitsaufgaben, die ihre/seine Qualifikation übersteigen, um ihn zu diskriminieren

 

5. Angriffe auf die Gesundheit

- Zwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten
- Androhung körperlicher Gewalt
- Anwendung leichter Gewalt, z.B. um der Person einen Denkzettel zu verpassen
- Körperliche Misshandlung
- Man verursacht Kosten für die/den Betroffene/n, um ihr/ihm zu schaden
- Man richtet physischen Schaden im Heim oder am Arbeitsplatz der/des Betroffenen an
- Sexuelle Handgreiflichkeiten

 

Psychoterror ist kein Kavaliersdelikt, denn Mobbing kann weitreichende Konsequenzen haben, nicht nur im Berufsleben, auf die Arbeitsatmosphäre und die Arbeitsqualität, sondern oft noch schlimmere Auswirkungen auf das Privatleben der Opfer.
Viele Arbeitnehmer können mit anhaltendem Mobbing und dem damit verbundenen Druck nicht umgehen und leiden durch psychische Erkrankungen auch außerhalb der Firma.
Die meisten Mobbing-Opfer fühlen sich hilflos, elend und ohnmächtig. Ihr Selbstbewusstsein leidet enorm darunter, dass sie sich kaum selber helfen und gegen die Mobbing-Attacken wehren können.
Neben den psychischen Auswirkungen wie einem stark vermindertem Selbstwertgefühl, Angst vor der Arbeit, langfristig sogar Depressionen bis hin zur Suizidgefahr existieren auch zahlreiche physische Auswirkungen des Mobbings.
So leiden die Betroffenen häufig unter:

Mobbing 5

 

 

Traurige Frau

- Schlafstörungen
- Atemproblemen
- Rückenschmerzen
- Magenschmerzen
- Kopfschmerzen
- Herz-Rhythmus-Störungen
- Essstörungen

Nicht wenige Mobbing-Opfer versuchen mit Medikamenten oder Alkohol ihre Situation erträglicher zu machen. Dazu kommen noch finanzielle Einbußen, wenn infolge des fortgesetzten Mobbings die Arbeit-nehmer langfristig krankgeschrieben oder sogar arbeitslos werden. Im schlimmsten Fall kann das zur Früh-berentung führen.

 

Dies zu den Mobbing-Handlungen und seinen teilweise weitreichenden Konsequenzen für die Opfer, während ich nun auf meine eingangs getätigte Aussage zurückkommen möchte, dass es mich nicht wundert, dass weit mehr Frauen als Männer das Opfer von Mobbing sind.

 


Mobbing 3

 

 

 

 

 

 

Kategorien

 

Allgemeine Psychologie (2)

Beruf (2)

Emotionen (1)

Gesundheit (2)

Partnerschaft & Familie (1)

 

Ernährung

Gesundheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mobbing 2

Erstens sind Frauen auch heute, trotz aller Emanzipation, immer noch in gewisser Weise das schwächere Geschlecht. Dies sieht man auch daran, dass Frauen, die in Führungspositionen möchten, weit mehr leisten müssen als ihre männlichen Kollegen und trotzdem oft weniger verdienen als diese. Die Emanzipation ist im Stammhirn der Menschen noch lange nicht angekommen. Auch heute noch wollen Männer das stärkere Geschlecht sein, wollen einerseits den Ritter spielen und die Frau beschützen, andererseits aber ach Macht über sie haben und bestimmen. Wenn man aufmerksam das Zusammenspiel zwischen Mann und Frau beobachtet, kann man dies auch heute immer und überall feststellen. Selbst in Filmen, wenn man sich diese nicht nur zur Unterhaltung, sondern ganz bewusst unter psychologischen Aspekten anschaut, ist dies zu beobachten. Dies mag nun an der Einstellung des Autors, des Regisseurs liegen, oder teilweise auch bewusst so angelegt sein, um das Unterbewusstsein immer wieder mit dieser Rollenverteilung zu “füttern”.
Hinzu kommt, und dies kann man sogar in der Tierwelt beobachten, dass Frauen untereinander immer wieder Kämpfe ausfechten. Nehmen wir zum Beispiel Hunde, die vielen von uns vertraut sind. Während die Rüden einmal einen Kampf ausfechten und dann Ruhe geben, sich aus dem Weg gehen, geraten Hündinnen immer und immer wieder aneinander, jahrelang. Sie können es einfach nicht lassen, und so scheint es ganz offensichtlich auch beim weiblichen Geschlecht unter Menschen zu sein, wo Tratsch und Klatsch ohnehin verbreiteter sind als beim männlichen Geschlecht. Ich habe mich mit Entwicklungspsychologie nur sehr begrenzt beschäftigt, aber womöglich rührt dies daher, dass Frauen früher um die Gunst eines Mannes, eines Ernährers buhlen mussten, und andere Frauen dabei als Rivalinnen betrachteten. Im Beruf geht es nun heute nicht mehr um den Ernährer, sondern einerseits in gewisser Weise um die Ernährung, um den Job, den Erhalt des Jobs, andererseits aber auch um Anerkennung, um eine bessere Position, eine Führungsposition, und wer nicht mit der Qualität seiner Arbeit aufwarten kann, der muss zu anderen Mitteln greifen, um die Rivalin aus dem Weg zu räumen. Dabei sind dann natürlich oft gerade die Personen von Mobbing bedroht, die eine gute bzw. sehr gute Leistung erbringen, denn sonst wären sie ja keine Konkurrenz.
Womit wir gleich bei einem generellen Anlass zu Mobbing wären, gleich, ob Mann oder Frau. In erster Linie ist davon auszugehen, dass Mobbing-Täter selbst große Selbstwertprobleme haben und ständig die Bestätigung von Aussen brauchen. Ist da nun jemand, der bessere Arbeit leistet, mehr Aufmerksamkeit durch sein hübscheres Äußeres bekommt oder durch seine angenehme Art, gerät die Person ins Hintertreffen, was unbedingt verhindert werden muss, wenn nötig, mit so schwerwiegenden Mitteln wie Mobbing. Hat das Mobbing-Opfer trotz guter Leistungen, hübschem Äußeren etc. selbst auch nicht ausreichend Selbstbewusst-sein, und leider haben dies heute sehr viele Menschen schon allein durch die Geschichte der Menschheit, durch Jahrtausende von Krieg etc. nicht, ist sie/er ein leichtes Opfer.

 

Man kann darüber Stunden sprechen oder referieren, warum Menschen heute so wenig Selbstbewusstsein haben, warum sie Hochleistungen erbringen, wodurch der Hang zu Hochleistungen gerade auch in Deutschland so ausgeprägt ist, dass wir in vielen Zivilisationen den Krieg vom Schlachtfeld in die Unternehmen verlegt haben et cetera pp ................................... alles Ursachen Hintergründe, die auch zum Aufkommen von Mobbing beitragen. Doch während die genannten eher allgemeingültige sind, kommen i.d.R. noch ebenso individuelle und facettenreiche Ursachen und Hintergründe hinzu wie der Mensch und seine Geschichte selbst.
Als Mobbing-Opfer sollten Sie sich jedenfalls eines immer vor Augen führen: Ihr Gegenüber, der/die Mobbing-Täter/in hätte keinen Grund Sie zu mobben, wenn in ihrem/seinem Leben alles wunderbar verlaufen würde, wenn sie/er ausreichend Selbstbewusstsein hätte, mit ihrer/seiner Arbeit glücklich wäre, mit ihrer/seiner Leistung zufrieden et cetera pp ............... Täter sind immer auch Opfer, Opfer ihrer Erziehung, Opfer ihrer pränatalen und frühkindlichen Prägungen und SIE können keinen anderen Menschen ändern, nur sich selbst und ihre Einstellung zu den Dingen. Die Konsequenz jedoch, insbesondere aus Letzterem, wäre in vielen Fällen, den Arbeitsplatz besser früher als später zu wechseln, wenn keine interne Versetzung o.ä. möglich ist und/oder das Unternehmen sich nicht lieber vom Mobbing-Täter als vom Mobbing-Opfer trennen will. In jedem Falle sollten Sie mit Ihrem Vorgesetzten / Chef sprechen!

 

.... und wenn Sie mehr über die Hintergründe und Ursachen wissen möchten, wenn Sie sich (im Vorfeld) noch Unterstützung wünschen, die Begleitung dieser Zeit durch eine außenstehenden Person oder ...., können Sie sich selbstverständlich gern an mich wenden, und die von mir angebotene Psychologische Beratung & Coaching in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

 

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